Unser Leben am Kap
- 3. Mai 2023
- 9 Min. Lesezeit
South Africa Teil 2, 6.8.22 - 23.04.23
Der neuste Beitrag sind in loser Form zusammengestellte Erlebnisse und Ausflüge im Anschluss an unseren Blogbeitrag "South Africa Teil 1. Über den Bau unseres Katamarans haben wir ja schon einiges berichtet. Unter dem Titel Najuma findet ihr die neusten Infos und Bilder zum Bau des Schiffes. Unsere Reise nach Tanzania anfangs März und die Roadtrips ans Cape Agulhas und nach Cape Town erhalten separate Beiträge. Zurzeit sind wir in KwaZulu-Natal, genauer in den Drakensberge am Wandern. Am 3.Mai reisen wir zurück nach Knysna, das heisst eigentlich heute. Wir sitzen am Flughafen in Joburg und schreiben eifrig am Beitrag. Manchmal bleibt fast keine Zeit um inne zu halten, sich hinzusetzen und einfach zu schreiben......... aber wir bleiben dran! Ein herzliches Dankeschön an alle die uns ihre Kommentare senden, ihr motiviert uns immer wieder aufs neue.
Was so läuft bei uns......
Seit unserer Anreise letztes Jahr in Südafrika sind die Wochen und Monate nur so verflogen. Erst noch im manchmal doch etwas kalten Südwinter, dann im Frühling mit wunderbarem Wetter und sehr sonnigen Tagen und nun hält der Herbst schon wieder Einzug. Ihr fragt euch vielleicht was wir eigentlich den ganzen lieben langen Tag so machen? Das ist kein Geheimnis, eigentlich nichts, ha ha ha. Nein stimmt natürlich so nicht, aber wir nehmen uns viel Zeit um die Dinge anzugehen und entsprechend zu planen. Auf der Reise sein heisst auch seine Wahrnehmung zu verändern und offen sein für Neues. Es ist wichtig auch die Bereitschaft mitzubringen die neue Umgebung zu erleben und die Menschen in einem anderen Umfeld kennenzulernen. Das ist Teil unserer Reise. Wenn wir im Juli wieder auf dem Schiff sind kommen auch wieder viele Routinearbeiten zum Tragen, dann ist die Zeit auch wieder mit Unterhalts- und Reparaturarbeiten ausgefüllt und natürlich mit viel Segeln! Wie es weiter geht haben wir ja bereits in unserem Beitrag "Lust auf ein Segelabenteuer mit uns" beschrieben. Jetzt heisst es zuerst einmal den Katamaran fertig zu planen und zu vollenden.
Najuma
Die letzten Wochen waren wir viel in der Werft für Planungsgespräche und um die unendlichen Listen abzuarbeiten (da hat sich Gottfried nicht geändert, zwinker). Den gesamten Ausbau und die Ausstattung haben wir nach unserem Geschmack zusammen-gestellt und mit einigen kleineren und grösseren Dingen ergänzt, die wir später nicht missen möchten. Die Erfahrung hat uns gelehrt, besser jetzt zu investieren, als später für sehr teures Geld nachzurüsten. Es bedarf viel Interaktion mit den Werftbesitzern um wirklich auf den Punkt zu kommen. Einen Katamaran zu bauen ist wie ein Haus mit zwei Motoren und viel Technik zu konstruieren. Die Erfahrung aus den letzten 1 1/2 Jahren Bootsleben kommt uns dabei sehr zugute. Draussen im Boatyard sind viele fleissige Hände daran den Bau vorwärts zu treiben. Alle paar Wochen inspizieren wir die Fortschritte und haben auch immer wieder die Möglichkeit auf den anderen Baunummern vor uns einen Augenschein zu nehmen. Das ist für uns dann wie ein 1:1 Modell um Mass zu nehmen und Diskussionen über Details zu führen. Vor unserer Rückreise in die Schweiz hatten wir die meisten Planungsarbeiten soweit abgeschlossen. Die meisten Pläne sind gezeichnet und das gros der Kosten liegt vor. Nun ist bis Ende Mai noch Finetuning angesagt, wie Bestellungen für Segel, Canvas und sonstiges Zubehör. Ende Mai, anfangs Juni 23 ist der voraussichtliche "Launch" des Schiffes; lassen wir uns überraschen.
11. und 12.April
Einmessen der Rails für die Cockpitverkleidung und anfertigen der Templates an einem Tochterschiff, zusammen mit Steve Meeks von Northsails. Er ist "die Adresse" für Canvas-Arbeiten am Eastern Cape.
14. April Die Arbeiten sind in Progress. Deutlich sichtbar das Honeycomb-System. Haupttragteile und Aussteifungen werden mit den Schränken und Nebenbauteilen fest zusammen laminiert. Dieses System garantiert eine hohe Steifigkeit und Festigkeit des Schiffes. Mit dem Spraypainting in den Innenräumen wurde bereits begonnen.
Das Coachroof wird anlaminiert und ausgefugt. Crossbeam und Torsionbar sind montiert.
Ein Besuch in "unserem Container". Die Fender-Lieferung von Fendertex aus Frankreich nehmen wir zur Überprüfung mit. Nein, der Container ist nicht das Lager der Werft sondern der Rest der Bauteile für die Najuma.
Knysna, Leisure Isle, Robberg, Noetzie Beach und viele andere Orte in der Umgebung
Neben allem Planen bleibt auch Zeit für Ausflüge in die Umgebung, Spaziergänge, Wanderungen, Sport, Dinner in schönen Restaurants und last but not least sich mit neuen Freunden und Bekannten zu treffen.
Leisure Isle
Etwas ausserhalb von Knysna, immer noch in der Lagune liegt Leisure Isle. Sandra lacht immer und bemerkt, es sei das Altersheim von Knysna. Hat schon was, gibts da doch den Country- und Tennisclub, einen kleinen Yachthafen und viele Villen mit Strandzugang. Wie fast überall am Cape gut bewacht. Bei unseren Spaziergängen drücken wir wohl den Altersdurchschnitt deutlich. Auch die Hunde Community nutzt die Insel ausgiebig, Beim Joggen lerne ich so manche Hunde kennen und zwangsläufig ihre Halter. Bis jetzt sind meine Hosen noch unversehrt geblieben. Den doch etwas kalten Wintertagen geschuldet, haben wir auf dem sonnigen Island schon einige Runden gedreht. Wir haben auch ein paar Nächte nach unserer Ankunft hier in einem schönen Hotel verbracht.
Neben einem kleinen Naturschutzgebiet ist die Insel dicht bebaut und von einem engen Strassennetz durchzogen. Häuser in allen Grössen und Ausführungen, von neu bis alt, stehen dicht an dicht entsprechend dem Bebauungsplan. Wohnflächen von 400 m2 sind dabei keine Seltenheit. Beim jetzigen Wechselkurs zum südafrikanischen Rand sind die Preise, nicht nur auf Leisure Isle, schon fast verführerisch.
Neben den Jogging-Tracks in Paradise und den Heights, bietet die Insel wirklich ideale Bedingungen um seine Runden zu drehen. In der Haupthundezeit wird es manchmal etwas hektisch, aber ansonsten ist es ideal. Die Ausblicke , die Trails und Strände sind einfach phänomenal!
Leisure Island
Noetzie Beach
Nicht weit hinter Knysna am Ende der Strasse die durch das Township von Hornlee führt liegt der wunderschöne Strand der Noetziebeach. Im Frühjahr und Herbst ziemlich einsam und verlassen. Die Bucht ist umrandet von burgähnlichen Villen die heute als Guesthouse genutzt werden. Die Abhänge sind dicht bewaldet und führen hinunter bis zum Wasser. Eine kleine Lagune mit Zufluss rundet das idyllische Bild ab. Ein Ort zum Verweilen.
Noetzie Beach
Der Robberg bei Plett
Unsere erste kleine Wanderung in die Umgebung führte uns nach Plettenberg Bay, kurz Plett genannt, genauer auf den Robberg, der vorgelagerten Halbinsel. Der Robberg ist nicht nur ein Naturreservat, sondern auch eine World Heritage Site. Felsformationen in dieser Region aus dem prähistorischen Zeitalter datieren über 120 Mio. Jahre alt, zurzeit als Afrika, Indien, Australien und die Antarktis noch einen Kontinent bildeten; Gondwanaland. Auch wurden verschiedene Artefakts aus dem Steinzeitalter gefunden.
Die Halbinsel ist ein Paradies für Robben, wie der Name schon verrät. Diese sind vom Strand aus gut zu beobachten wie sie in den Wellen surfen und sich vergnügen. Verschiedene Wege führen über Stock und Stein zu wunderbaren Buchten und Sandbänken. Der geübte Wanderer nimmt die steilen Aufstiege über die Klippen, die anderen gehen entlang der Sanddünen und auf dem Bergrücken. Spektakuläre Ausblicke auf die Plettenbergbay und hinaus auf den indischen Ozean belohnen uns an den verschiedenen Aussichtspunkten während unserer Rundwanderung. Zurück beim Infocenter gabs dann eine Erfrischung vom Coffeetruck.
Der Robberg, ein besonderes Naturerlebnis.
Brenton on Sea
Unweit von Knysna in westlicher Richtung liegt Brenton on Sea an einem atemberaubenden Sandstrand. Dieser führt mit sechs Kilometer Länge hinüber nach Buffelsbaai. Benannt ist der Ort nach Sir Jahleel Brenton der Knysna 1818 zum Hafen erklärte. Der Badeort ist auch die Heimat des vom Aussterben bedrohten blauen Brenton Schmetterlings.Die eigentliche Ortschaft liegt erhöht über den Klippen und bietet wunderbare Ausblicke auf den Strand und hinaus in den indischen Ozean. Nahe dem Ortskern führt eine steile Treppe die Klippen hinunter, der "Fisherman Walk". Dieser Pfad führt zu verschiedenen kleinen Buchten und Stränden, manche davon sind nur bei Ebbe erreichbar.
Die Strandspaziergänge sind eindrücklich. Die See trifft mit aller Wucht auf die Klippen und läuft Welle um Welle auf den Sandstrand. Ein Paradies für Surfer. Einmal unten im Sand sind in der Ferne die Häuser von Buffelsbaai durch die Gischt sichtbar. Ein weiter Weg bis dahin. Schon einige Male haben wir den Weg unter die nackten Füsse genommen und sind rüber gelaufen und zurück. Einmal von Brenton weg ist man alsbald einsam am Strand. Die Brandung übertönt alle Geräusche und es scheint man bewege sich in einem eigenen Kosmos. Immer wieder zieht es uns zurück an diesen wundervollen Ort für lange Spaziergänge und um die Seele baumeln zu lassen.
Brenton Beach
Fisherman Walk
Buffelsbaai
Einmal von Brenton her über den Strand gelaufen stehen wir am Ortsrand von Buffelsbaai.
Etwa zwanzig Kilometer westlich von Knysna liegt dieses kleine Dörfchen zwischen der Buffelsbaai und der Brenton on Sea Beach auf einer Landzunge. Der Ort ist nach der im Westen liegenden Bucht benannt. Etwas ausserhalb des Dörfchens liegt die "Wildside Beach Bar" direkt am Strand. Der Spot um den Sonnenuntergang und Fish and Chips zu geniessen. Die Füsse im warmen Sand und den Wind im Haar, was für ein Leben!
Dahinter erstreckt sich das Goukamma Nature Reserve mit dem gleichnamigen Fluss, ein schönes Revier zum Kanufahren und Wandern.
Wilde Side Buffelsbaai
Seven Passes Road
Ungefähr 60 km westlich von Knysna liegt die nächst grössere Stadt George. Von da aus führt die alte Landstrasse in den Hügeln entlang der Küste nach Knysna. Die "Seven Passes Road" ist die älteste direkte Strassenverbindung zwischen George und Knysna am Westkap.
Die Strasse, die sieben Pässe überquert, wurde von Thomas Charles, John Bain und Adam de Smidt konstruiert. Sie wurde 1883 fertiggestellt und liegt südlich der Outeniqua-Berge. Eine abenteuerliche Fahrt ohne Four Wheel Drive über Stock und Stein. Danach war unser kleiner BMW eingestaubt und wir um eine Erfahrung reicher. Eine spannende Fahrt mit vielen Ausblicken über Wälder und Felder, durch Weiler und vorbei an abgelegenen Gehöften. Allemal ein Ausflug wert.
Eindrücke von unserer Off Road Fahrt über die Seven Passes
60 Jahre Mark, 13.2.23
Letztes Jahr anfangs August sind wir bei Mark und Liz eingezogen, d.h. in einem ihrer Studios an der Greenhill Lane. Seit wir beide eingezogen sind hat Mark schnell gealtert und wir durften mit ihm seinen 60igsten Geburtstag feiern (hahaha). Man verzeihe uns diesen Spass, 60ig ist das neue 40ig und wir alle fühlen uns noch stark, gesund und voller Tatendrang!
Mark hat seinen Geburtstag vor-, mit- und nachgefeiert, was für eine Partywoche. Wir durften in vorderster Reihe dabei sein und wurden nach Strich und Faden verwöhnt. Nochmals herzlichen Dank an Liz und Mark, es war uns eine grosse Freude, dass wir mit euch und all euren Freunden und Bekannten mitfeiern durften.
Besuch aus der Schweiz und den USA
Mit Michael "Michi" war bis vor mehr als zwei Jahren nur meine Arbeit verbunden. Über zwanzig Jahre lang haben wir an verschiedenen Projekten zusammen gearbeitet und uns danach aus den Augen verloren. Wie es der Zufall so will trafen wir uns wieder in Knysna. Nicht ganz purer Zufall, aber trotzdem eine Überraschung. Zusammen mit Michael und Renate durften wir einen wunderschönen Tag rund um Knysna erleben. Der krönende Ab- schluss war ein Dinner in der ""Freshline Fisheries im gemütlichen Zelt. Herzlichen Dank an euch beide, es war ein super schöner Tag!

Sich mit Freunden von Freunden zu verabreden ist wie ein Blinddate; es passt oder nicht. Wir hatten mit Bree, Steven, Finn and Ronan einen schönen Abend im Blend mit angeregten Gesprächen und gutem Essen. Schade mussten sie alle schon weiter, gerne hätten wir euch noch besser kennen gelernt. Aber sicher, wir werden euch in Florida besuchen!

Brunch in der Candlewood Lodge
Hallo, seid ihr Schweizer? Ungefähr so wurden wir beim Einkaufen im Food Lovers von Matthias angesprochen. Ich hoffe wir waren nicht zu laut und zu peinlich?! hahaha.... Matthias führt in Knysna die Candlewood Lodge (www.candlewood.co.za) ein schönes Guesthouse oberhalb der Lagune, etwa 10 Minuten mit dem Auto von uns Richtung Plett. Spontan wurden wir zum Brunch in die Lodge eingeladen. Dort lernten wir auch Urs den Besitzer kennen. Das Guesthouse liegt direkt am Grüngürtel der in die Hügel hinauf führt. Endlich konnten wir einmal die Velvet-Monkeys ein zu eins über die Tische turnen sehen. Des einen Freud, des andern Leid. So ein leckeres Frühstück lässt sich kein Affe entgehen!
Braai, das ultimative Südafrika - Erlebnis
Braai des Südafrikaners liebste Mahlzeit!
Liebe Familie und Freunde zuhause, das Grillen, oder für die Schweizer, das Grillieren ist ein Muss in Südafrika! Ein Braai ist ein wahres Erlebnis ohne Gas und Holzkohle sondern nur mit dem besten Holz; Rooikrans. Acacia cyclops ist neben Applewood das beste Hartholz für ein Braai. Es gibt immer reichlich, eigentlich so, dass man am nächsten Tag beim Frühstück oder Lunch nochmals zugreifen kann. Die Qualität ist grossartig, saftig und zart die Steaks, alle Arten von Würsten und Speck darf auch nicht fehlen. Zum Braai gibt's dann auch viele Geschichten. Gestartet wird das Feuer um sechs Uhr abends, man wartet auf die erste Holzkohle und legt weiter drauf. Es wird getrunken und alle schauen ins Feuer, "Bush-TV". Es wird wieder Holz aufgelegt und weiter getrunken und Nachts um 11 Uhr ruft der Gastgeber dann in die Küche: ihr könnt jetzt das Fleisch langsam aus der Gefriertruhe holen! Braai ist eigentlich eine gesellschaftliche Lösung: Arbeiten - Brasai, Strand _ Braai, Wandern - Braai undsoweiter....Nicht zu vergessen all die Braai-Könige, wirkliche und Selbstberufene, eigentlich spielt es keine Rolle. Jedes Mal ist es ein Highlight und ein wunderbares Erlebnis zusammen mit Freunden!
Braai in der Candlewood Lodge
Braai an der Greenhill Lane mit Monique, Matthias und Urs
Sandras Birthday
Zurück aus Tanzania, genau am Ankunftstag hatte Sandra Geburtstag. Ein bisschen Feiern durften wir schon, aber eine grosse Party zu organisieren wurde mir nicht genehmigt (zwinker). Einen schönen Ort zum Feiern haben wir mit der Tsala Treetop Lodge gefunden. Es war ein wunderschöner Abend mit einem sehr guten Essen und zusammen mit unseren Freunden Liz und Mark.
Gill und Adrian unsere Nachbarn
Seit unserer Rückkehr nach Knysna haben wir sehr nette Nachbarn bekommen; Gill und Adrian aus good old England. Kurz vor ihrer Abreise haben sie ein wunderschönes Haus in Paradise gefunden. Der Name ist Programm! Wir werden die beiden sicher bald wieder sehen. Zuletzt gabs eine tolle Abschiedsparty, da müssen wir uns dann auch noch ins Zeug legen bevor es weiter Richtung Seychellen geht, die beiden haben mächtig vorgelegt.
Abschiedsparty bei Gill und Adrian, mit Mark, Liz, Mike, Peter und Wendy. Es war super lecker!
Unser Leben am Kap geht weiter. Es gibt noch so viel zu erzählen und das Fotomaterial ist unendlich, smile. Demnächst werden wir neben unseren Reisebeiträgen nochmals "aus Knysna und Umgebung" berichten. Trotzdem der Alltag auch bei uns Einzug hält, bleibt neben Einkaufen, Waschen, am Blog schreiben und ins Gym gehen viel Zeit für Ent-deckungen in der Umgebung.






















































































































































































































































































































































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