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Goeie dag! Welkom in Suid-Afrika

  • 16. Okt. 2022
  • 6 Min. Lesezeit

3.8. - 26.10.2022


Ein herzliches "Hallo" an alle unsere Blogleser; nein, wir sind nicht abgetaucht, wir haben nur den Kontinent gewechselt und sind seit anfangs August in Südafrika unterwegs. Es gab in der Zwischenzeit viel zu tun und die Zeit ist schnell verflogen. Nun aber zuerst einmal alles der Reihe nach. Damit ihr alle wieder ein Update von uns und etwas zulesen habt, stellen wir unsere Erlebnisse der vergangenen Wochen in Südafrika in verschiedenen Beiträgen aufs Netz.



South Africa Teil 1, 3.8. - 5.8.22


Ankunft in Cape Town, 3. August


Anfangs August sind wir von Grenada über New York und Doha nach Kapstadt gereist. Eine lange Reise über den Atlantik und den afrikanischen Kontinent und ein Ankommen am frühen Morgen am kalten Kap. Von 34° auf 9° Celsius. Selbst Gottfried als Nordsegler hatte Hühnerhaut und kalte Füsse.


Geld am ATM beziehen, Telefonkarte kaufen und ab ins Hotel. Vor acht Jahren waren wir schon einmal da und haben uns entschlossen vor unserer Weiterfahrt nach Nordosten eine Nacht im Tintswalo Atlantic zu verbringen. Einen Tag Nobelherberge nach 34 Stunden Flug war zu verlockend! Während der Rushhour hat die Anfahrt zur Atlantikküste dann doch etwas länger gedauert, aber ein Frühstück wurde trotzdem noch serviert.




Morgens und abends, Blick vom Tintswalo Atlantic nach Hout Bay


Ein sehr entspannter Tag folgte und dazu ein wunderbares, leckeres Nachtessen vom Sternekoch; Tapas mal etwas anders. Schlussendlich haben wir uns dann dem Jetlag ergeben und sind früh ins Bett und unter die Decken. Den Ofen haben wir zuvor noch tüchtig eingeheizt um nicht zu "erfrieren".


Ein entspannter Tag nach der langen Reise

Der Ofen steht für den kalten Abend bereit. Für einmal wieder Sonnenbaden in langen Hosen und eine Badewanne mit Ausblick.

Tapas, Tapas....Erinnerungen an Spanien

Knysna wir kommen, 4. August


Nach einem ausgedehnten Frühstück fahren wir los Richtung Nordosten, entlang der Küste nach Knysna (sprich Naissna) Etwa 6 Stunden Fahrt und 500 km, nach der langen Seefahrerei wieder ein umgewöhnen an Distanzen auf den Strassen. Nach durchqueren der städtischen Umgebung kommen wir hinaus ins unbebaute Land. Wir sind überwältigt von der Weite und der unendlichen Sicht auf Berge und Wasser. Sanfte Hügel, im Hintergrund hohe Berge, Felder und karge Graslandschaft soweit das Auge reicht. Die Heizung läuft und unser kleiner Toyota schnurrt die Küste hinauf. Wir sind noch nicht wirklich angekommen. Die Luft ist anders, die Geräusche nicht mehr karibisch und wirklich spürbar ist die für uns ungewohnt tiefe Temperatur. Diese wird uns in den kommenden Tagen und Wochen noch etwas Mühe bereiten.

Vor Wochen bereits haben wir in Knysna Central ein Airbnb gebucht. Unsere süd-afrikanischen Freunde waren von der Wahl des Ortes nicht gerade begeistert, aber das hat uns weiter nicht wirklich beunruhigt. Die Ernüchterung kam bei der Ankunft dann früh genug. Die Lage war ganz okay, aber das Appartement mit Heizung hat sich als Eisschrank mit einerm 20 x 20 cm Heizlüfter entpuppt. Eine halbe Stunde nach Einzug waren unsere Nasenspitzen schon leicht unterkühlt und die Hände klamm. Whatsapp und Telefonate mit der Vermieterin waren leider nicht zielführend und haben ausser einer Änderung des Eintrags auf "Keine Heizung" auf der Website von Airbnb zu nichts geführt. Ergo, wir sind direkt wieder ausgezogen und haben uns in einem netten Hotel mit Heizung (Klimaanlage) auf Leisure Isle einquartiert. Dort verbrachten wir die ersten Tage bis zu unserem Einzug an der Green Hill Lane in Knysna-Paradies mit direktem Blick auf die Lagune und die Knysna Heads; einfach traumhaft. Das allerbeste: wir haben eine Heizung und einen zusätzlichen mobilen Radiator, welch ein Luxus!


Unser neues Zuhause in Paradies, endlich in Südafrika angekommen


Auch hier in Knysna sind wir wieder auf den Hund gekommen :-). Roxy die Hundedame und Georgie der kleine Racker sind öfters bei uns auf Besuch. Die eine eher gemütlich, der andere mit seinen kleinen Beisserchen in jedem Fuss und Turnschuh. Wir haben viel Spass mit den beiden. Manchmal kommt auch noch Dash auf Besuch, dann wirds richtig schläfrig.


Roxy, Dash und klein Georgie


Zwischendurch ein paar Infos....


Knysna Wikipedia Knysna ist eine Stadt an der Garden Route in der Westkap - Provinz von Südafrika. Die Stadt gehört zur Gemeinde Knysna. 108 km2, 51'000 Einwohner, Gründung 1871,

Die Stadt liegt an einer 20 km2 grossen Lagune die nur durch eine schmale felsige Einfahrt, die Knysna Heads, mit dem indischen Ozean verbunden ist. Im Hinterland der Stadt steigen die Outeniqua - Berge auf, die Dank eines ausgeglichenen Klimas und über das ganze Jahr verteilter Niederschläge eine dauerhaft grüne Vegetation zeigen.www. knysna.co.za.


Interessant ist der Name der aus der Khoi - Sprache kommt. Seine genaue Bedeutung ist unsicher. Es könnte "Ort des Holzes" oder "Farnblätter bedeuten, im Hinblick auf die ausgedehnten Wälder, die Holzwirtschaft und die Vegetation rund um die Lagune. Eine andere, mögliche Übersetzung stünde für "gerade nach Unten", dies im Hinblick auf die steilen Sandsteinklippen an den Knysna Heads.

Weiter bekannt ist die Stadt durch die Knysna Seepferdchen und die Austern aus der Lagune. Beide Arten sind nach den grossen Überschwemmung der letzten Jahre gefährdet. Die Lagune selbst steht unter Naturschutz und alle Aktivitäten sind streng geregelt.



the Knysna Heads


Die Durchfahrt durch die Heads ist ein Erlebnis. Durch den Tidenhub und die geringe Tiefe und Weite entsteht ein beachtlicher Strom und eine grosse Welle. Die Durchfahrt gelingt am besten bei "Slackwater", also kurz nach Hochwasser und kurz nach Ebbe. Dann ist die Strömung gering und nur der Schwell des indischen Ozeans, der meistens auf die Küste steht, ist spürbar. Über die Knysna Heads gibt es viele Geschichten und Erzählungen die bis in die heutige Zeit reichen. Wer sich dafür interessiert kann sich gerne die Videos auf YouTube anschauen. Bis jetzt hatten wir einmal die Chance mit einem Katamaran durch die Heads hinaus zu segeln und die beiendruckenden Felsen und Riffe von ganz nahe zu erleben. Wie bei allem in der Seefahrt, es gibt immer einen guten Zeitpunkt für eine Durchfahrt, ganz nach dem Motto: der geduldige Segler hat nie schlechtes Wetter.


Surfing the Heads - mit einer brandneuen Knysna 500SE


Erster Werftbesuch bei der Knysna Yacht Company, 5. August


Nach langem Warten und einigen Zoomcalls von Grenada aus sehen wir das erste Mal unser neues Schiff. Wir haben eine lange Frage- und Ausrüstungsliste im Gepäck (ihr kennt mich ja), aber unser heutiger Besuch gilt nur dem Kennenlernen und einer Besichtigung der Werft.

Das Gebäude liegt im Knysna Industrial, etwa 10 min. Fahrt von unserem Studio in Paradise.

Wir werden von Piet und Jenn herzlich empfangen und durch die Hallen und Werkstätten geführt und das Wichtigste, wir sehen unseren Katamaran! Die Rumpfteile und das Brückendeck sind seit Mitte Mai in der Form und werden erst in ca. 2 Wochen zu-sammengefügt und dann aus der Form genommen. Für die nächsten Wochen sind einige Treffen geplant um sämtliche Details und Wünsche abzustimmen. Wir sind sehr gespannt wie das weiter geht. www.knysnayachts.com


Arbeitsstand 25.6.2022, die Formen sind mit Gelcoat vorgestrichen, das Laminieren beginnt.


Ein aufregender Tag; wir klettern das erste Mal auf unserem neuen Cat herum und lassen uns alles erklären. Auch das Photoshooting kommt nicht zu kurz.


Zum Abschluss von Teil 1: Thermomix for ever


Das Kochen auf einem Schiff ist eigentlich eine sehr schöne und verantwortungsvolle Tätigkeit, wollen doch alle Mitseglerinnen und Segler gut versorgt sein. Vor Anker oder in der Marina macht das meistens viel Spass, unterwegs auf Passage sieht das manchmal ganz anders aus. Unsere Erfahrungen auf dem Monohull (Einrumpfschiff) waren deren ganz viele und verschiedene. Auf unserer Atlantiküberquerung ist so mancher Topf von der einen in die andere Ecke geflogen und wir sassen meistens mit einem Suppenteller in der Hand in einer Ecke und gaben unser Bestes. Das ist auf einem Cat viel bequemer, da die seitlichen Bewegungen kleiner sind und keine Krängung des Schiffes stattfindet. Trotzallem haben wir uns überlegt wie das Kochen in Zukunft auf unserem Schiff aussehen könnte. Wir haben uns gegen einen Gasherd entschieden, daffür gibt es neu ein Inductions-Kochfeld und einen Thermomix (TM) in unserer Galley. Dank Iris und Volker sind wir auf den Geschmack des TM gekommen. Wir durften zusammen mit ihnen in Grenada Probekochen (Küsschen! ). Nun haben wir uns einen TM6 angeschafft neuste Generation, einfach genial!

Mrs. Thermomix Afrika, Karen, hat uns auf dem Schiff von Bekannten eine Einführung gegeben und jetzt sind wir Feuer und Flamme. Da in unserem Studio die Küche klein und die Geräte wenig sind ist der TM laufend im Einsatz und wir können alles ausprobieren und geniessen frisch zubereitete Menus. Freut euch alle auf euren Besuch bei uns; ihr werdet rund um die Uhr bekocht! Zwinker!



Die erste Einladung mit unseren Vermietern; wir haben alles gegeben :-)








































 
 
 

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